VS+

Projektzeitraum
März 2020 - Juli 2020
Tools
Illustrator, Sketch, Figma, Miro, Notion
Methoden
Interviews, Affinity Diagraming, Personas, User Testing, Question Zero, Context of Use Description, Value Proposition Canvas, Product Vision Board, MVP
Projektpartner
Valerie Grappendorf, Hannes Maurer, Julien Stoll

Um ihre Interessen in der Hochschulpolitik zu vertreten, organisieren sich Studierende in der Verfassten Studierendenschaft (VS). Das Ziel unseres Projektes war es, für die VS ein Service-Konzept zu erstellen, welches Studierenden das Engagement am Hochschulleben vereinfacht und attraktiver macht. Darüber hinaus soll die Position von Studierenden in der Hochschulpolitik gestärkt werden.

In diesem Projekt ging es insbesondere darum, wie ein Design-Projekt in einem interdisziplinärem Team durchgeführt wird und wie schnell Erkenntnisse und Entwürfe im Lösungsraum entstehen.

Ein Projekt zwischen Design-Sprint, Minimum Viable Product und User Research. Workshops mit Externen und Internen Dozierenden ergänzen das Projekt. Nicht das Ergebnis stand im Vordergrund, sondern der Prozess.

Recherche und Empathie

Empathie

Um aktuelle Probleme der VS besser verstehen zu können führten wir Interviews durch, sowohl mit VS-Mitgliedern, als auch mit Nichtmitgliedern. Dabei konnten wir folgende Insights gewinnen.

VS Mitglieder
  • Das Onboarding für neue VS-Mitglieder war schlecht
  • Es fehlt ein Medium, auf dem alle Infos abgerufen werden können
  • Die Amtszeiten sind sehr kurz
Nichtmitglieder
  • Einseitige Kommunikation – reine Information der Studierenden
  • E-Mails als Kommunikationsmedium sind unflexibel und es besteht ein Überangebot
  • Ansprechpartner bei Fragen bezüglich der VS sind unbekannt oder fehlen

Aufgrund des kurzen Zeitfensters für eine Tätigkeit bei der VS (Studierende sind nach dem 4. Semester nicht mehr durchgängig an der Hochschule) waren für uns außerdem Erstsemester/Neue Studierende interessant.

Konzept

Konzept

Unser Konzept zielt auf drei Personengruppen ab: aktive VS-Mitglieder, Nichtmitglieder und die Erstsemester. Drei Leitprinzipien, die wir mit der Methode "How Might We" beschrieben haben, adressieren die größten Probleme.

Wie können wir (How Might We)

  1. Die VS Arbeit strukturieren, Abläufe standardisieren und Informationen digital zugänglich machen?
  2. Eine effektivere Kommunikation zwischen VS und den Studierenden erreichen?
  3. Studienanfängern und Nichtmitgliedern den Einstieg in die VS erleichtern?

Umsetzung

VS Notion Workspace
Notion

Basierend auf zahlreichen Interviews entwickelten wir eine Notion-Vorlage, die Informationen und Arbeitsprozesse innerhalb der VS strukturiert und digital abrufbar macht. Der VS-Workspace dient als Basis für alle weiteren Konzeptideen.

Digitales Schwarzes Brett
schwarzes Brett

Ein digitales schwarzes Brett informiert über die Aktivitäten der VS, dabei werden Informationen des VS-Notion-Plattform dargestellt. Vorgesehen sind Terminankündigungen, Aufrufe, Fotostories vergangener Events und Teamvorstellungen. Ergänzt werden die Infos mit QR-Codes. Werden die QR-Codes gescannt, bekommt man weitere Infos zur jeweiligen Kachel und die Möglichkeit, über die VS-App damit zu interagieren.

Öffentliche Notion-Seite der VS
schwarzes Brett

Ein öffentlicher Teil des VS-Notion-Workspace informiert über die Aktivitäten, die Termine und über die Teams der VS. Die Studenten können sich damit gezielt und ihren Vorlieben entsprechend informieren und Kontakt aufnehmen.

VS+ App
schwarzes Brett

Die VS+ App eröffnet einen neuen Kommunikationskanal zwischen VS und Studierenden. Dabei kommuniziert die VS über Infokacheln mit dem Studierenden. Diese können nach persönlichen Interessen gefiltert werden. Mithilfe eines QR-Scanners kann der Nutzer Events in eine persönliche Sammlung aufnehmen. Außerdem ermöglicht er Interaktionen mit Plakaten und dem digitalen schwarzen Brett.

Persönlichkeitstest
schwarzes Brett

Der Erstkontakt mit der VS findet aktuell in Form eines langen Vortrages statt. Erfahrungsgemäß nehmen die Erstsemester davon wenig mit. Der Persönlichkeitstest soll Spaß machen und Interesse wecken – zwei wichtige Voraussetzungen für Motivation und dafür, im Gedächtnis zu bleiben. Ist der Test beendet, wird auf die App verwiesen. Mit dem Ergebnis aus dem Test, können die Studenten mehr über ihren Typ erfahren und die App personalisieren. Ein erster Kontakt zur VS ist damit hergestellt.

Mitmachaktionen
schwarzes Brett
schwarzes Brett
schwarzes Brett

Beispiele von Mitmachaktionen. Die Idee: Bilder mit starker visueller Wirkung sollen Aufmerksamkeit bei den Studierenden wecken. Sie sollen dazu animiert werden herausfinden zu wollen, was hinter den jeweilgen Bildern steckt. Dies können sie durch das Scannen des QR-Codes erreichen.

Prototypen-Video

Das Video zeigt das Zusammenspiel der App und des digitalen schwarzen Bretts. Das Thema ist eine Stimmungsumfrage des aktuellen Semesters. Der Durchschnitt aller Angaben wird auf dem Schwarzen Brett als Emoji - der "HfG Mood" dargestellt. Studierende können über die Scan-Funktion in der App mit der Kachel interagieren.